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Der Konsum hat in Weimar eine lange Tradition

Im Jahre 1873 wurde der „Konsumverein Weimar“ von 110 Mitgliedern gegründet. Deutschland war damals ein Kaiserreich.  Weimar gehörte zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Sparsames Wirtschaften war ein wichtiger Grundsatz des neu gegründeten Konsumvereins.
1878 konnte in der Kaufstraße 11 das erste Geschäftshaus angekauft werden.
1881 war die Zahl der Mitglieder bereits auf 455 angestiegen und weitere Geschäfte wurden eröffnet.
1889 wurde in Deutschland das Genossenschaftsgesetz erlassen. Es ist mit aktuellen Ergänzungen und Novellierungen noch heute gültig. Dieses Gesetz sorgte mit verbindlichen Regelungen für ein hohes Maß an Einheitlichkeit und Ordnung in der Genossenschaftsbewegung.
Unsere Genossenschaft schloss sich im Jahre 1902 dem Zentralverband der deutschen Konsumgenossenschaften mit Sitz in Hamburg an.
Der erste Weltkrieg 1914 bis 1918 war für alle Konsumgenossenschaften eine große Belastungsprobe. Alle wichtigen Waren wurden nur auf Lebensmittelmarken verkauft.
Nach dem Krieg, besonders im Jahre 1923 gab es eine schlimme Inflation. Eine Briefmarkte kostete am Ende schon 1 Millionen Mark, ein Pfund Butter 100 Millionen Mark.
Mit dem Währungsschnitt 1924 entstanden wieder normale Verhältnisse. Die Konsumgenossenschaft konnte mit gestiegenen Mitgliederzahlen neue Läden eröffnen, jetzt auch in den größeren Städten des Landkreises.
Im Jahre 1928 schlossen sich die Konsumgenossenschaften von Weimar, Apolda und Jena zur „Verbrauchergenossenschaft Thüringen“ mit Sitz in Weimar zusammen.
Nach der Machtübernahme Hitlers im Jahre 1933 besetzte die SA am 2. Mai 1933 das Verwaltungsgebäude des Zentralverbandes in Hamburg. Es gab Verhaftungen. Ein neues Gesetz verfügte, dass den Genossenschaften Teile der Selbstbestimmung entzogen wurden.
Im Jahre 1941, mitten im 2. Weltkrieg, erreichte das „Gesetz über die Verbrauchergenossenschaften“, dass kleinere Genossenschaften und  Spareinlagen der Mitglieder bei ihrer Genossenschaft aufgelöst wurden.
Im Geschäftsjahr 1937 besaß die „Verbrauchergenossenschaft Thüringen“ 50 Verteilungsstellen, davon 16 in Weimar und Umgebung.
Der letzte Schlag der Naziregierung gegen den Konsum war 1943 das „Gesetz zur Versorgung und Anpassung der Konsumgenossenschaften an die kriegswirtschaftlichen Verhältnisse.
1945: Deutschland hatte den Krieg verloren. Im Lande sah es trostlos aus. Hunger und Warenmangel herrschten. Viele Städte waren zerbombt.

Am 18. Dezember 1945 verfügte die sowjetische Besatzungsmacht in der „Ostzone“ die Wiederherstellung der Konsumgenossenschaften. Damit wurde dem Konsum das noch vorhandene bewegliche und unbewegliche Vermögen aus den Wirtschaftsbetrieben de “Arbeiterfront” zurückzugeben.

Anfang 1946  wurde in Weimar die Konsumgenossenschaft neu gegründet. Sie begann mit 8 Lebensmittel-Verteilungsstellen.

Ende des Jahres 1949 verfügte die Konsumgenossenschaft Weimar über 109 Verteilungsstellen, von denen viele in den Gemeinden des Landkreises angesiedelt waren. Der Umsatz in diesem Jahr betrug 7,7 Millionen Mark.

1953 gab es eine Strukturänderung. Der Konsum bildete Dorf-Konsumgenossenschaften in Mellingen, Bad Berka, Buttelstedt und Nohra sowie in der Stadt Weimar selbst.

Im Jahre 1982 eröffnete die Konsumgenossenschaft in Weimar West (Stadion) die erste größere Kaufhalle.

Zur Wende im Jahre 1989,  hatte unsere Konsumgenossenschaft ein Umsatzvolumen von 230 Millionen DDR-Mark, beschäftigte 1200 Mitarbeiter in 368 Lebensmittel- und 42 Industriewaren-Verkaufsstellen. Außerdem gab es noch 100 Gaststätten.
Mit den großen Handelsketten der BRD konnten wir überhaupt nicht mithalten. Und so konnte es nur eine vernünftige Entscheidung geben. Schnellstens alle kleinen Lebensmittelläden und die Gaststätten an private Betreiber abgeben oder schließen. Das war ein schmerzlicher Prozess, 800 Mitarbeiter mußten entlassen werden. Das hat ded Konsum viel Geld gekostet, Abfindungen an frühere Mitarbeiter und Preisabwertungen hat die Genossenschaft aus der eigenen Tasche bezahlen müssen.

Noch eine richtige Entscheidung aus dem Jahre 1990 muß hier erwähnt werden. Die Kaufhallen der Genossenschaft, in Bad Berka, Berlstedt, am Theaterplatz in Weimar und in Weimar West zum Beispiel sollten weitergeführt werden. Nach gründlichen Verhandlungen schlossen daher die Konsumgenossenschaft Weimar und die REWE in Hungen im April 1990, also schon vor der Währungsunion, einen Vertrag ab.

Sie bildeten eine GmbH, an der beide Partner jeweils zu 50% beteiligt sind. Im Gesellschaftervertrag sind die Zuständigkeiten verbindlich festgelegt. Die gemeinsame Gesellschaft, die “REWE-Konsum GmbH”, besteht noch heute. Sie betreibt Lebensmittelmärkte im “Handelshaus zu Weimar”, in Weimar West, Schöndorf, Bad Berka, Blankenhain, Kranichfeld, Berlstedt, Schloßvippach und Triptis. Diese gemeinsame Gesellschaft arbeitet rentabel und ist eines der Standbeine unserer Genossenschaft.

Dieser Strukturwandel ist noch nicht abgeschlossen. Nach dem von Vorstand und Aufsichtsrat 1994 beschlossenen Konzept “Konsum Weimar 2000”, das die Vertreterversammlung bestätigte, können wir künftig nur noch Läden erhalten, die ohne Verlust arbeiten. Ein Höhepunkt unserer Entwicklung war der Bau des Handelshauses am Theaterplatz in sehr kurzer Bauzeit und die Eröffnung am 1.November 1996.
1998 feierte der Konsum seinen 125. Geburtstag.

1998: Der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses in der Schillerstraße 7 wird eröffnet. Das Schuhfachgeschäft Antilope der Konsumgenossenschaft Weimar zieht auf ca. 300 m².

2002: Neubau des 1.800 m² großen Supermarktes in der Marcel-Paul-Straße, Investitionssumme 1.900 T€. Auf- und Umbau des alten REWE - Marktes in der Marcel-Paul-Straße. Es erfolgte eine langfristige Vermietung an DM und KIK, Investitionssumme 690 T€.

2002: Bau des ca. 600 m²  großen Getränkemarktes in Weimar-Nord, Investitionssumme 390T€.

2004: Bau des Getränkemarktes am Stadion, Investitionssumme 561,9 T€. Gründung der Fashion & Style GmbH Weimar, einer 100 %igen Tochter der Konsumgenossenschaft Weimar eG und Umbau des Schillerkaufhauses. Am 15.11.2004 erfolgte die Eröffnung als modernes Markenkaufhaus. Die Kunden haben dieses Haus nach der Umgestaltung im November 2004 sehr gut angekommen.
2005: Gründung der Modern Women Vertriebsgesellschaft mbH, einer 100 %igen Tochter der Konsumgenossenschaft Weimar eG.

03/2006:  Eröffnung des 1. House of Gerry Weber in Erfurt

06/2006 :  Eröffnung des 2. House of Gerry Weber in Weimar

08/2008:  Eröffnung des Tamaris Stores in Weimar

10/2006: Eröffnung des Gerry Weber MEN Stores in Weimar

08/ 2007: Eröffnung des Gerry Weber Edition Stores in Jena

2008:  feiert die Konsumgenossenschaft Weimar ihren 135. Geburtstag


08/ 2008: Eröffnung des 3. House of Gerry Weber im Thüringen Park Erfurt

08/ 2008: Eröffnung des 4. House of Gerry Weber im Chemnitz Center
03/2009: Eröffnung des Samoon Stores in Weimar

02/ 2009: Eröffnung der "Living Dreams" Filiale im Goethe Kaufhaus in Weimar

03/ 2009: Eröffnung des Taifun Stores in Weimar
03/ 2009: Umwandlung der Filiale "Gerry Weber MEN" in "Taifun"

05/ 2009: Umbau des Cecil Stores in die Multilabelfläche “Labellounge Exquisit” in Erfurt

05/2009: Eröffnung des 5.House of Gerry Weber in Gotha

10/2009: Eröffnung des 6. House of Gerry Weber im Elbe Park Center in Dresden

10/2009: Eröffnung des Schuhhaus Antilope im Elbe Park Center in Dresden

03/2010: Eröffnung der Labellounge Xquisit im Elbe Park, Dresden

04/2010: Eröffnung des S.Oliver Store in der Schillerstraße, Weimar

04/2010: Eröffnung des Rieker Storeauf dem Theaterplatz, Weimar

09/2011: Eröffnung der Lifestyle Xquisit im Chemnitz Center, Chemnitz

 

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